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Entwicklung vor Ort

Unsere Entwicklungsaktivitäten werden

  • mit den Gewinnrückflüssen finanziert: Pro Kilo Röstkaffee fließen 5,-€, pro Getränk 0,50€  und pro verkauftem Glas Honig 1,-€ in unsere Projekte

  • auf Basis von Forschungsergebnissen geplant

    • diese beinhalten umfangreiche quantitative und qualitative Befragungen der Kaffeebauern und -bäuerinnen oder Feldversuche,

    • die seit 2015 gemeinsam mit internationalen und lokalen Forschungsorganisationen erhoben wurden

  • direkt durch das MULEMBE Team vor Ort umgesetzt

    • um den organisatorischen Aufwand so gering wie möglich zu halten (max. 5% der Rückflüsse) und

    • um die kulturellen Gegebenheiten berücksichtigen zu können

So können wir gewährleisten, dass dort geholfen wird, wo es am notwendigsten ist und, dass Eure Hilfe auch tatsächlich bei den Kaffeebauern und -bäuerinnen ankommt. 

Der gemeinnützige Mulembe e.V. wickelt die Entwicklungsprojekte
vor Ort ab. Das lokale Team setzt diese auf Grundlage unserer wissenschaftlichen Erkenntnisse und mit lokalen Mitteln um. Ihr wollt die Projekte vor Ort über den Kauf des Kaffees hinaus unterstützen? Hier könnt ihr spenden:

Kontoinhaber: Mulembe e.V.
IBAN: DE51 4306 0967 1309 5969 00
BIC: GENODM1GLS

Das Ausstellen einer Spendenquittung ist möglich.

Aktuell

Im November 2024 kam es im Bulambuli Distrikt am Masaba zu einem heftigen Erdrutsch mit vielen Verletzten und Toten. Eine Dürreperiode hatte zuvor für Risse im trockenen Boden an den Hängen des Berges gesorgt. Während der darauf folgenden starken Regenfälle, drang Wasser in diese Risse ein und der Boden wurde großflächig weggespült. Durch die daraus resultierenden Schlammlawinen haben viele Menschen nicht nur Verwandte verloren, sondern auch ihre Häuser und Farmen.

Die Mulembe-Produzierenden sind unverletzt, jedoch gibt es große Sachschäden auf den Farmen und nur wenige sind nicht betroffen. Die meisten haben große Teile ihrer Kaffeegärten verloren und auch einige Häuser wurden zerstört. In den kommenden Wochen und Monaten möchten wir die Farmer und Farmerinnen dabei unterstützen, die materiellen Schäden zu beheben. Die Gärten können leider erst zur Regenzeit im April wieder neu bepflanzt werden. Bis dahin treffen wir die nötigen Vorbereitungen für die Bewirtschaftung der Flächen und kümmern uns um Materialschäden, wie verschüttete Bienenstöcke oder Wohngebäude.

Wer uns bei der Schadensbegrenzung und den anfallenden Reparaturarbeiten für die betroffenen Produzierenden unterstützen möchte, kann das mit einer Spende unter Angabe des Verwendungszwecks 'Mudslide' an den Mulembe e.V. tun.

  
    

Was haben wir bisher erreicht?

Mit den bisher generierten Gewinnrückflüssen konnten wir die Einkommensdiversität der teils nur Schrebergartengroßen Farmen stärken, indem wir z.B. die Produktion von Honig angeboten haben, der vor ein paar Wochen das mal geerntet wurde. Neben dem weiteren Einkommen hat die Bestäubung des Kaffees über Bienen auch den schönen Nebeneffekt einer höheren und qualitativ besseren Ernte des Kaffees und stärkt natürlich darüber hinaus auch die Biodiversität in den Gärten.

Wir haben Setzlinge für Kaffeebäume verteilt und gepflanzt- denn die Nährstoffreserven der Böden sind auch für eine dichtere Kaffeebaumbepflanzung gut geeignet. Wir haben Kakaosetzlinge verteilt und gepflanzt, weil Kakao dem Kaffee einen schönen Schatten gibt, der Kaffee dadurch noch etwas schokoladiger wird und mit Kakao alle paar Wochen Einkommen generiert werden kann. Da Kaffee nur einmal im Jahr geerntet werden kann, stärken weitere Einnahmequellen  deutlich die Liquidität der Haushalte und verhindern Kurzschlussreaktionen. Mit der Unterstützung von Soziovation haben wir außerdem die Vanilleproduktion auf den Feldern ermöglicht.

Wir haben von Gewinnrückflüssen auch schon einen Großteil der Kaffeegärten registriert, sodass die Produzierenden einen offiziellen Landtitel haben und rechtlich vor Landgrabbing geschützt sind. Die Trinkwasserqualität und damit die gesundheitliche Situation der Haushalte wurde durch die Verteilung von Wasserfiltern verbessert. Darüber hinaus haben wir Mädchen mit wiederverwendbaren Hygieneartikeln ausgestattet, damit die Fehlzeiten in der Schule geringer werden und mehr Mädchen die Schule abschließen können. Wir haben auch Trocknungsschränke für Obst- und Gemüse zur Verfügung gestellt, und damit eine Möglichkeit zur Haltbarkeitsmachung von Lebensmitteln angeboten. Was die Produzierenden besonders gefreut hat war unsere Unterstützung während der Pandemie, wo wir Masken, Desinfektionssprays, Seifen aber auch Lebensmittel verteilt haben, in den Zeiten in denen die Märkte komplett geschlossen waren.


Die Gewinne aus dem Kaffeeverkauf fließen derzeit in:

  •  Wasserfilter für sauberes Trinkwasser
    • Wasserfilter sind wichtig, da es durch die schlechte Qualität des Brunnenwassers häufigen zu schweren Erkrankungen kommt.

 

  • Offizielle Registrierung
    • Das Land der Bauern und -bäuerinnen ist über Generationen vererbt worden. Deshalb sind die meisten Bauern und -bäuerinnen nicht als Besitzer*innen registriert. Mit der offiziellen Registrierung des Landes können die Bauern und -bäuerinnen vor Landgrabbing geschützt werden.

 

  • wiederverwendbare Hygieneartikel
    • Mädchen haben in der Regel einen schlechteren Zugang zu Bildung als Jungen unter anderem, weil sie während ihrer Periode oftmals der Schule fernbleiben. Darum haben wir Mädchen mit wiederverwendbaren Hygieneartikeln ausgestattet, damit die Fehlzeiten in der Schule geringer werden und mehr Mädchen die Schule abschließen können.

 

  • Kaffeesetzlinge
    • Die Kaffeebauern und -bäuerinnen am Masaba (Mt. Elgon) haben i.d.R. eine sehr geringe Erntemenge. Feldversuche konnten zeigen, dass der Nährstoffgehalt der Böden für eine dichtere Bepflanzung der Kaffeefelder ausreicht. Mit einer höheren Kaffeebaumdichte haben die Bauern und -bäuerinnen die Möglichkeit ihre Produktivität und damit ihr Einkommen langfristig zu erhöhen.

 

  • Know How 
    • Es werden Agricultural Extension Officer ausgebildet, die den Bauern und -bäuerinnen ganzjährig als Ansprechpartner*innen vor Ort bereitstehen. Dies ist insbesondere für einen chemikalienfreien Kaffeeanbau und den Umgang mit Wetterextremen und Kaffeebaumkrankheiten wichtig.

 

  • Bienenstöcke
    • An der Honigproduktion interessierte Kaffeebauern und -bäuerinnen können sich in 2020 außerdem über die Unterstützung bei der Installation von Bienenstöcken in ihren Kaffeegärten freuen. Dadurch kann nicht nur eine weitere Einkommensquelle geschaffen und durch die wichtigen Bestäuber die Biodiversität am Mount Elgon gefördert werden, auch die Kaffeeernte -und damit das Einkommen- wird durch die Bestäubung von Bienen verbessert.

 

  • Permanente Häuser
    • Die Kaffeebauern und -bäuerinnen am Mount Elgon wohnen in der Regel in einfachen Lehmhütten. Diese können den immer stärker werdenden und länger andauernden Regenzeiten in der Region oft nicht Stand halten. Durch Erdrutsche und Überschwemmungen wurden Ende 2019 viele Bauern in der Region obdachlos. Kein Wunder also, dass wir bei unserer Forschung 2019 herausgefunden haben, dass die Hausqualität, neben dem Landbesitz, der Haupteinflussfaktor für das Wohlbefinden der Bauern und -bäuerinnen in der Region ist. Deshalb werden die Bauern und -bäuerinnen bei der baulichen Verbesserung ihrer Wohnräume unterstützt.

 

    • Kakaosetzlinge 
      • Kakaobäume dienen dem Kaffee nicht nur als nützlicher Schattenspender, sondern produziert auch alle paar Wochen Früchte. Als weitere Einnahmequelle wird so die Liquidität der Haushalte gestärkt

     

    • Vanille
      • Der Anbau von Vanille erhöht nicht nur die Biodiversität und reduziert die Wetterabhängigkeiten im Kaffeegarten, sondern schafft auch eine zusätzliche Einkommensquelle für die Frauen der Haushalte. 2022 haben wir über 8000 Vanille- und Kakaopflanzen interessierte Haushalten am Masaba in Uganda verteilt. Alice Mukone und ihr Mann Peter unterstützen die  Kaffeeproduzierenden beim Anbau. So kann ein direkter und lokaler Erfahrungsaustausch stattfinden. 

     

    • Unterstützung in Krisenzeiten
      • Während der Coronapandemie haben wir Masken, Desinfiktionsmittel und Lebensmittel verteilt. Dank Spenden konnten wir außerdem im Januar 2025 akute Unterstützung für die Betroffenen des Erdrutsches im November 2024 leisten. Neben haltbaren Lebensmitteln wurden außerdem Materialien zur Sicherung zerstörter Häuser verteilt.


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